Chemische Abbeizer, Heißluft oder Infrarot: Jede Methode hat Vor- und Nachteile. Wir testen kleinflächig, halten Brandschutz bereit, und arbeiten mit Kratzern nur im flachen Winkel. Lindenholzspatel statt Metall minimiert Riefen. Rückstände neutralisieren wir gründlich, wischen nach, und lassen das Holz ausruhen. Erst danach folgt Feinschliff und Oberflächenaufbau. Dieser Prozess spart Material, vermeidet Gesundheitsrisiken und bewahrt Details, die bei roher Gewalt für immer verschwänden.
Verbindungen verraten Bauzeit und Qualität. Wir analysieren lose Dübel, prüfen Zapfen, zählen Klebespuren und finden unpassende Spax aus späteren Jahrzehnten. Statt blind zu verstärken, richten wir, leimen rückstandsfrei, setzen Dübel aus kompatiblem Holz, und schonen Originalverbindungen. Wo Schwalbenschwänze rissig sind, stabilisieren wir mit dünnflüssigem Leim und passgenauen Einlagen. Ziel: maximale Originalsubstanz, minimale Invasion, dauerhafte Stabilität ohne das feine Spiel historischer Passungen zu verlieren.
Ein Bein lockert sich selten allein. Wir kontrollieren alle Zargen, prüfen auf Verwindung, messen Diagonalen und nutzen sanfte Spanntechnik. Risse werden gereinigt, verpresst, ergänzt, nicht zugespachtelt. Auflagerflächen richten wir plan, setzen wenn nötig schlanke Futterstücke. Abschließend testen wir sitzende Last, Kippmoment und Geräuschfreiheit. So entsteht tragfähige Ruhe, die im Alltag funktioniert, ohne dass grobe Metallwinkel die historische Eleganz stören oder Spannungen erzeugen.
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